Wichtige Hinweise
große Mengen / Heiltee / Schwangerschaft & Stillzeit: Salbei enthält Thujon. In Speisemengen unbedenklich, aber große Mengen oder konzentrierter Heiltee können schaden; in Schwangerschaft und Stillzeit medizinische Mengen meiden (Thujon kann die Milchbildung senken). EMA-Richtwert: max. 5 mg Thujon/Tag. ↗
ätherisches Salbeiöl: Die Pflanze und das getrocknete Kraut sind laut ASPCA ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde. Konzentriertes ätherisches Salbeiöl ist jedoch giftig für Katzen — sie können die Phenole nicht abbauen. ↗
Licht
Volle Sonne, mindestens 6 Stunden täglich. Drinnen ein heller Südfensterplatz oder LED-Pflanzenlicht 12–16 Stunden.
Gießen
Mäßig gießen und die Erde zwischen den Wassergaben antrocknen lassen. Etablierter Salbei ist trockenheitstolerant — Staunässe ist der häufigste Killer.
Temperatur
Wohlfühlbereich 15–24 °C. Winterhart bis etwa −15 °C; im Topf vor Winternässe schützen.
Luftfeuchte
Mag eher trockene Luft (40–60 %). Hohe Luftfeuchte und schlechte Zirkulation begünstigen Mehltau.
Sollwerte je Anzuchtart & Phase
| Phase | pH | EC (mS/cm) | Wasser °C | Luft °C | Feuchte % | Licht h | Dauer (Tage) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Keimung | 6–7 | — | — | 15–21 | 50–65 | 14 | 21 |
| Wachstum | 6–7 | — | — | 15–24 | 40–60 | 14 | 90 |
| Phase | pH | EC (mS/cm) | Wasser °C | Luft °C | Feuchte % | Licht h | Dauer (Tage) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wachstum | 5.5–6.5 | 1–1.6 | 18–22 | 18–24 | 40–60 | 14 | 90 |
| Phase | pH | EC (mS/cm) | Wasser °C | Luft °C | Feuchte % | Licht h | Dauer (Tage) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wachstum | 5.5–6.5 | 1–1.6 | 18–22 | 18–24 | 40–60 | 14 | 90 |
Häufige Probleme
Mehltau bei Schatten und Feuchte, Wurzelfäule bei Staunässe, Spinnmilben in trockener Zimmerluft. Vergreiste, holzige Pflanzen im Frühjahr kräftig zurückschneiden.
Platz & Größe
- Endhöhe
- 60 cm
- Endbreite
- 60 cm
- Pflanzabstand
- 45 cm
- Wurzeltiefe
- 30 cm
- Min. Topfvolumen (Erde)
- ≥ 5 L
- Min. Topfvolumen (DWC)
- ≥ 5 L
- Min. Topfvolumen (Kratky)
- ≥ 5 L
Schädlinge & Krankheiten
| Schädling / Krankheit | Symptom | Bio-Behandlung |
|---|---|---|
| Spinnmilben | grauer Schleier auf den Blättern, feine Gespinste | mit Wasser abspritzen, Schmierseifenlösung, Luftfeuchte erhöhen |
| Schnecken | Fraßlöcher an jungen Blättern | absammeln, Schneckenkorn, trockene Barriere |
| Echter Mehltau | weißer mehliger Belag auf Blättern, oft bei Schatten/Feuchte | Luftzirkulation verbessern, befallene Triebe entfernen, sonniger stellen |
| Wurzelfäule | welke, gelbe Pflanze bei Staunässe | durchlässiges Substrat, weniger gießen, nicht überwässern |
Essbare Teile
- Blätter · essbar ab Wachstum — Haupterntegut, frisch oder getrocknet
- Blüten · essbar ab Blüte — essbar, mild-würzig, als Deko
Ertragstechniken
Regelmäßig die Triebspitzen ernten oder zurückschneiden hält den Salbei buschig und verhindert Verholzen. Blütenstände nach der Blüte abschneiden.
Vermehrung & Bestäubung
- Methode
- seed
- Keimdauer
- 21 Tage
- Keimtemperatur
- 15-21 °C
- Saattiefe
- 0.3 cm
- Bestäubung
- cross
- Handbestäubung nötig
- nein
Lichtkeimer — nur andrücken; auch leicht über Stecklinge im Frühsommer vermehrbar
Mischkultur
🟢 Gute Nachbarn: Tomate, Garten-Erdbeere, Thymian, Rosmarin, Lorbeer
Nicht verknüpft: Brassica oleracea var. capitata, Daucus carota, Cucumis sativus, Foeniculum vulgare, Allium cepa
Geschmack
warm, erdig, leicht pfeffrig-bitter
Lagerung
frisch im Kühlschrank wenige Tage; getrocknet luftdicht über ein Jahr aromatisch
Geschichte
Salbei stammt aus Südeuropa und dem östlichen Mittelmeerraum und galt schon in der Antike als Heilpflanze — der Name leitet sich vom lateinischen „salvare" (heilen) ab. Ab dem 16. Jahrhundert wanderte er von der Apotheke in die Küche.
Nährwerte
Reich an Vitamin K, dazu etwas Vitamin A und B6 sowie Kalzium, Eisen, Magnesium und Zink. Wird wegen des Thujongehalts in kleinen Mengen verwendet.
Quellen
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