Wichtige Hinweise
Blätter, Stängel & unreife grüne Früchte: Blätter, Stängel und grüne, unreife Früchte enthalten Tomatin/Solanin und sind für Katzen, Hunde und Pferde giftig — reife Früchte in kleinen Mengen sind unbedenklich. ↗
grüne Früchte & Grünteile roh: Nur die reifen Früchte essen. Blätter und grüne, unreife Tomaten enthalten Tomatin und können in größeren Mengen Magen-Darm-Beschwerden auslösen. ↗
Licht
Vollsonne — mindestens 6–8 Stunden direktes Licht, drinnen eine kräftige Pflanzenlampe (hohe PPFD).
Gießen
Gleichmäßig feucht halten, nie austrocknen lassen und nie stauen. Schwankungen fördern Blütenendfäule und platzende Früchte.
Temperatur
Optimal 18–26 °C. Unter 10 °C stockt das Wachstum, über 30 °C leidet der Fruchtansatz.
Luftfeuchte
Mag 60–70 % relative Luftfeuchte. Trockene Heizungsluft begünstigt Spinnmilben.
Sollwerte je Anzuchtart & Phase
| Phase | pH | EC (mS/cm) | Wasser °C | Luft °C | Feuchte % | Licht h | Dauer (Tage) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Keimung | 6–6.8 | — | — | 21–27 | 65–75 | 16 | 8 |
| Sämling | 6–6.8 | — | — | 18–24 | 60–70 | 16 | 21 |
| Wachstum | 6–6.8 | — | — | 18–26 | 60–70 | 16 | 30 |
| Blüte | 6–6.8 | — | — | 18–26 | 60–70 | 16 | 20 |
| Frucht | 6–6.8 | — | — | 18–26 | 60–70 | 16 | 40 |
| Phase | pH | EC (mS/cm) | Wasser °C | Luft °C | Feuchte % | Licht h | Dauer (Tage) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sämling | 5.8–6.3 | 0.8–1.2 | 18–22 | 18–24 | 60–70 | 16 | 21 |
| Wachstum | 5.8–6.3 | 2–2.5 | 18–22 | 18–26 | 60–70 | 16 | 30 |
| Blüte | 5.8–6.3 | 2.5–3 | 18–22 | 18–26 | 60–70 | 16 | 20 |
| Frucht | 5.8–6.3 | 2.5–3.5 | 18–22 | 18–26 | 60–70 | 16 | 40 |
| Phase | pH | EC (mS/cm) | Wasser °C | Luft °C | Feuchte % | Licht h | Dauer (Tage) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wachstum | 5.8–6.2 | 1.8–2.4 | — | 18–26 | 60–70 | 16 | 30 |
| Blüte | 5.8–6.2 | 2.4–3 | — | 18–26 | 60–70 | 16 | 20 |
| Frucht | 5.8–6.2 | 2.5–3.5 | — | 18–26 | 60–70 | 16 | 40 |
Häufige Probleme
Blütenendfäule (ungleichmäßiges Gießen/Calcium), platzende Früchte (Wasserschwankungen), schlechter Fruchtansatz (fehlende Bestäubung drinnen), Weiße Fliege und Spinnmilben.
Platz & Größe
- Endhöhe
- 180 cm
- Endbreite
- 50 cm
- Pflanzabstand
- 50 cm
- Wurzeltiefe
- 45 cm
- Min. Topfvolumen (Erde)
- ≥ 12 L
- Min. Topfvolumen (Hydro)
- ≥ 15 L
- Min. Topfvolumen (Kokos)
- ≥ 12 L
Schädlinge & Krankheiten
| Schädling / Krankheit | Symptom | Bio-Behandlung |
|---|---|---|
| Weiße Fliege | weiße Fliegen an Blattunterseiten, klebriger Belag | Gelbtafeln, Nützlinge (Schlupfwespen), Neem |
| Blattläuse | eingerollte Triebspitzen, klebrige Blätter | abspülen, Marienkäfer, Schmierseifenlösung |
| Spinnmilben | feine Gespinste, gesprenkelte Blätter bei trockener Luft | Luftfeuchte erhöhen, Raubmilben, Neem |
| Blütenendfäule | schwarzbraune, eingesunkene Stelle am Blütenende der Frucht | gleichmäßig gießen, Calciumversorgung sichern (kein reines Wassermangel-Problem) |
| Kraut- und Braunfäule | braune Blattflecken, faulende Früchte bei feuchtem Wetter | trocken von unten gießen, Blätter luftig halten, befallenes entfernen |
| Echter Mehltau | weißer, mehliger Belag auf den Blättern | Luftzirkulation, Milch-/Backpulver-Spray, befallene Blätter entfernen |
Essbare Teile
- Früchte · essbar ab Frucht — nur vollreife Früchte — süß und aromatisch
Ertragstechniken
Als eintriebige Rankpflanze ziehen: an Stab/Schnur aufbinden und Geiztriebe regelmäßig ausgeizen — das lenkt die Kraft in die Früchte. Buschige Sorten dürfen mehrtriebig bleiben.
Vermehrung & Bestäubung
- Methode
- seed
- Keimdauer
- 8 Tage
- Keimtemperatur
- 21-27 °C
- Saattiefe
- 0.5 cm
- Bestäubung
- self
- Handbestäubung nötig
- nein
Keimt schnell und zuverlässig; Geiztriebe wurzeln auch als Stecklinge leicht im Wasser.
Mischkultur
🟢 Gute Nachbarn: Basilikum, Schnittlauch, Petersilie
Nicht verknüpft: Solanum tuberosum, Foeniculum vulgare
Geschmack
süß, fruchtig, leicht säuerlich
Lagerung
bei Raumtemperatur lagern, nicht im Kühlschrank — Kälte zerstört das Aroma
Geschichte
Die Wildform der Cherrytomate stammt aus dem westlichen Südamerika und Mittelamerika und gilt als Urahn aller Kulturtomaten. Spanische Seefahrer brachten die Tomate im 16. Jahrhundert nach Europa, wo sie zunächst als Zierpflanze galt.
Nährwerte
Reich an Vitamin C, Kalium und dem Antioxidans Lycopin; kleine Früchte oft süßer und aromatischer als große Tomaten.
Quellen
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