Wichtige Hinweise
beim Anfassen/Schneiden: Rosen haben Stacheln (umgangssprachlich Dornen) — beim Umtopfen und Schneiden Handschuhe tragen. ↗
frisch gekaufte / behandelte Pflanze: Die Rose selbst ist laut ASPCA ungiftig fuer Katzen, Hunde und Pferde. ABER: gekaufte Topfrosen sind oft mit Pestiziden/Fungiziden behandelt — Bluetenblaetter oder Hagebutten erst essen, wenn die Pflanze laenger sauber nachgezogen wurde, und neugierige Haustiere anfangs fernhalten. ↗
Licht
So viel Licht wie moeglich — Suedfenster drinnen, sonst raus an die Sonne (mind. 5-6 h direkt). Zu wenig Licht = lange, schwache Triebe und kaum Bluete.
Gießen
Giessen, wenn die oberen 2 cm Erde abgetrocknet sind — dann durchdringend, Untersetzer leeren. Nie im Wasser stehen lassen, aber auch nicht ganz austrocknen.
Temperatur
Mag es eher kuehl (15-22 C). Warme, trockene Heizungsluft stresst die Pflanze und lockt Spinnmilben. Bedingt winterhart — vor dem Auspflanzen langsam abhaerten, im kalten Winter schuetzen.
Luftfeuchte
Hoehere Luftfeuchte (50-60 %) beugt Spinnmilben vor — Kiesschale unterstellen. Trockene Zimmerluft ist der Hauptfeind.
Sollwerte je Anzuchtart & Phase
| Phase | pH | EC (mS/cm) | Wasser °C | Luft °C | Feuchte % | Licht h | Dauer (Tage) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wachstum | 6–6.8 | — | — | 15–24 | 50–60 | 14 | 45 |
| Blüte | 6–6.8 | — | — | 15–24 | 50–60 | 14 | 120 |
| Phase | pH | EC (mS/cm) | Wasser °C | Luft °C | Feuchte % | Licht h | Dauer (Tage) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blüte | 5.5–6.2 | 1.6–2.2 | 18–22 | 15–24 | 50–60 | 14 | 120 |
Häufige Probleme
Spinnmilben und Mehltau bei warmer, trockener Luft. Bluetenmangel und vergeilte Triebe bei Lichtmangel. Im Topf oft mehrere Stecklinge zusammengepfercht -> teilen hilft. Verbluehtes regelmaessig ausputzen (Deadheading) foerdert neue Blueten.
Platz & Größe
- Endhöhe
- 45 cm
- Endbreite
- 35 cm
- Pflanzabstand
- 30 cm
- Wurzeltiefe
- 30 cm
- Min. Topfvolumen (Erde)
- ≥ 4 L
- Min. Topfvolumen (DWC)
- ≥ 6 L
Schädlinge & Krankheiten
| Schädling / Krankheit | Symptom | Bio-Behandlung |
|---|---|---|
| Blattlaeuse | Kolonien an Knospen und Triebspitzen | abspuelen, Nuetzlinge, Neem |
| Spinnmilben | feine Gespinste, gesprenkelte/fahle Blaetter (bei trockener Zimmerluft) | Luftfeuchte erhoehen, abbrausen, Raubmilben, Neem |
| Thripse | silbrige Sprenkel, deformierte Blueten | Blautafeln, Nuetzlinge |
| Sternrusstau (Schwarzfleckenkrankheit) | schwarze Flecken mit gelbem Hof, Blattfall | befallene Blaetter entfernen, Luftzirkulation, nicht ueber das Laub giessen, resistente Sorten |
| Echter Mehltau | weisser, mehliger Belag auf Blaettern und Knospen | luftiger stellen, gleichmaessig giessen, Staunaesse meiden |
Essbare Teile
- Blüten · essbar ab Blüte — Bluetenblaetter essbar (Tee, Deko, Sirup) — nur von ungespritzten Pflanzen
- Früchte · essbar ab Frucht — Hagebutten sehr vitamin-C-reich — nur von ungespritzten Pflanzen
Ertragstechniken
Verbluehtes konsequent ausputzen fuer Dauerbluete. Im Spaetwinter zurueckschneiden (luftige, offene Form). Fuer kraeftige Pflanzen ab Fruehjahr regelmaessig duengen. Sobald es warm ist nach draussen stellen — dort wachsen sie am besten.
Vermehrung & Bestäubung
- Methode
- cutting
- Keimdauer
- 28 Tage
- Keimtemperatur
- 18-22 °C
- Saattiefe
- 0 cm
- Bestäubung
- cross
- Handbestäubung nötig
- nein
Ueber halbreife Stecklinge im Sommer vermehrbar (wurzeln in einigen Wochen). Gekaufte Topfrosen enthalten oft mehrere Stecklinge in einem Topf — diese kann man vorsichtig teilen und einzeln eintopfen.
Mischkultur
🟢 Gute Nachbarn: Schnittlauch
Nicht verknüpft: Lavandula angustifolia, Allium sativum
Geschmack
Bluetenblaetter zart-blumig; Hagebutten fruchtig-herb
Lagerung
Bluetenblaetter frisch verwenden oder trocknen; Hagebutten nach dem ersten Frost ernten und zu Mus/Tee verarbeiten.
Geschichte
Rosa chinensis, die China-Rose, kam im 18. Jahrhundert aus China nach Europa und brachte eine Sensation mit: die Dauerbluete. Fast alle modernen, immer wieder bluehenden Rosen — auch die kleinen Topfrosen — stammen von ihr ab.
Nährwerte
Bluetenblaetter ergeben Tee und Sirup; Hagebutten sind sehr reich an Vitamin C. Nur von ungespritzten Pflanzen verwenden.
Quellen
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