Wichtige Hinweise
Saft auf Haut + Sonne: Dill gehört zu den Doldenblütlern und enthält Furanocumarine; Hautkontakt mit Pflanzensaft kann bei Sonnenlicht zu Hautreizungen führen. Bei längerem Kontakt mit den ätherischen Ölen ist eine Kontaktdermatitis möglich. ↗
Hitze / Trockenheit: Bei heißem, trockenem Wetter schießt Dill schnell in die Blüte — die Blattbildung lässt nach und der Geschmack verändert sich. Gleichmäßig gießen und Folgesaaten anlegen. ↗
Licht
Volle Sonne, mindestens 6 Stunden täglich. Drinnen ein sehr heller Südfensterplatz oder Pflanzenlampe.
Gießen
Gleichmäßig feucht halten, aber nicht staunass. Bei Trockenheit schießt Dill — besonders im Topf regelmäßig gießen.
Temperatur
Optimal 15–24 °C. Verträgt keinen Frost; bei großer Hitze neigt er zum Schossen.
Luftfeuchte
Normale Raum- bzw. Außenluftfeuchte (50–65 %) genügt; gute Luftzirkulation beugt Mehltau vor.
Sollwerte je Anzuchtart & Phase
| Phase | pH | EC (mS/cm) | Wasser °C | Luft °C | Feuchte % | Licht h | Dauer (Tage) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Keimung | 6–7 | — | — | 15–21 | 60–70 | 14 | 12 |
| Wachstum | 6–7 | — | — | 15–24 | 50–65 | 14 | 45 |
| Blüte | 6–7 | — | — | 15–24 | 50–60 | 14 | 25 |
| Phase | pH | EC (mS/cm) | Wasser °C | Luft °C | Feuchte % | Licht h | Dauer (Tage) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wachstum | 5.8–6.5 | 1–1.6 | 18–22 | 18–24 | 50–65 | 14 | 45 |
| Phase | pH | EC (mS/cm) | Wasser °C | Luft °C | Feuchte % | Licht h | Dauer (Tage) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wachstum | 5.8–6.5 | 1–1.6 | 18–22 | 18–24 | — | 14 | 45 |
Häufige Probleme
Vorzeitiges Schossen bei Hitze/Trockenheit, Blattläuse an den Triebspitzen, Schnecken an Keimlingen, Umfallkrankheit bei zu nasser Aussaat.
Platz & Größe
- Endhöhe
- 90 cm
- Endbreite
- 30 cm
- Pflanzabstand
- 20 cm
- Wurzeltiefe
- 35 cm
- Min. Topfvolumen (Erde)
- ≥ 5 L
- Min. Topfvolumen (DWC)
- ≥ 4 L
- Min. Topfvolumen (Kratky)
- ≥ 4 L
Schädlinge & Krankheiten
| Schädling / Krankheit | Symptom | Bio-Behandlung |
|---|---|---|
| Blattläuse | klebrige, verkrümmte Triebspitzen | abspülen, Marienkäfer/Florfliegen, Neem |
| Schnecken | abgefressene Keimlinge und Blätter | absammeln, Schneckenkorn auf Eisen-III-Phosphat-Basis |
| Schwalbenschwanz-Raupen | abgefressene Blattfedern | absammeln und umsetzen — bestäubende Falter, oft tolerieren |
| Umfallkrankheit (Damping-off) | umkippende, faulende Keimlinge | nicht zu nass halten, gute Belüftung, steriles Substrat |
| Echter Mehltau | weißer Belag auf den Blättern | Luftzirkulation verbessern, befallene Teile entfernen |
| Cercospora-Blattflecken | braune Flecken, absterbende Blätter | befallene Blätter entfernen, Fruchtfolge |
Essbare Teile
- Blätter · essbar ab Wachstum — Dillkraut — frisches Haupterntegut
- Blüten · essbar ab Blüte — Blütendolden zum Einlegen (Gewürzgurken)
- Samen · essbar ab Frucht — reife Samen als Gewürz
Ertragstechniken
Regelmäßig die oberen Triebspitzen ernten, das fördert buschigen Nachwuchs. Folgesaaten alle 3–4 Wochen sichern durchgehend frisches Dillkraut.
Vermehrung & Bestäubung
- Methode
- seed
- Keimdauer
- 12 Tage
- Keimtemperatur
- 15-21 °C
- Saattiefe
- 0.5 cm
- Bestäubung
- cross
- Handbestäubung nötig
- nein
Direktsaat — Dill bildet eine Pfahlwurzel und verträgt das Verpflanzen schlecht; Samen brauchen etwas Licht zum Keimen.
Mischkultur
🟢 Gute Nachbarn: Kopfsalat
Nicht verknüpft: Cucumis sativus, Allium cepa, Brassica oleracea var. capitata, Foeniculum vulgare, Daucus carota
Geschmack
frisch, leicht süßlich, an Anis und Gurke erinnernd
Lagerung
Frisch im Kühlschrank in feuchtem Tuch oder mit den Stielen in einem Glas Wasser; lässt sich gut einfrieren.
Geschichte
Dill stammt aus dem Mittelmeerraum und Westasien und wird seit der Antike als Gewürz- und Heilpflanze genutzt. Schon Ägypter, Griechen und Römer schätzten ihn; der Name leitet sich vom altnordischen „dilla“ (beruhigen) ab, weil Dillwasser gegen Bauchweh gegeben wurde.
Nährwerte
Reich an Vitamin C, Mangan und Vitamin A, dazu kleine Mengen Folsäure und Eisen. Die ätherischen Öle wirken verdauungsfördernd.
Quellen
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