Schmetterlingsorchidee

Phalaenopsis amabilis

Die Phalaenopsis ist die beliebteste Zimmerorchidee — pflegeleicht, wochenlang blühend und ungiftig für Haustiere. Sie wächst epiphytisch (auf Bäumen) und braucht luftige Rinde statt Blumenerde, helles indirektes Licht und sparsames Gießen.

Aktualisiert:
Lavendelfarbene Schmetterlingsorchidee in Vollblüte

Wichtige Hinweise

allgemein: Phalaenopsis gilt laut ASPCA als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde. Vorsicht nur mit Dünger: nur an die Wurzeln geben, nicht auf Blätter sprühen.

Wasser in der Blattkrone: Keine Pflanzengefahr, aber ein Pflegefehler: Steht Wasser in der Blattmitte (Krone), fault die Pflanze leicht. Immer morgens und nur an die Wurzeln gießen.

Licht

Helles, indirektes Licht. Ein Ost- oder leicht beschattetes Westfenster ist ideal; pralle Mittagssonne verbrennt die Blätter. Wächst auch unter Pflanzenlampen.

Gießen

Etwa alle 7 Tage durchdringend wässern, dann fast abtrocknen lassen. Nur morgens und nur an die Wurzeln — nie Wasser in der Blattmitte stehen lassen. Übergießen ist die häufigste Todesursache.

Temperatur

Tag 24–29 °C, Nacht über 16 °C. Im Herbst einige Wochen kühlere Nächte (~13–16 °C) lösen den Blütentrieb aus.

Luftfeuchte

50–70 % Luftfeuchte und gute Luftbewegung. Auf einer Kiesschale oder im Bad fühlt sie sich wohl.

Sollwerte je Anzuchtart & Phase

Erde
Phase pH EC (mS/cm) Wasser °C Luft °C Feuchte % Licht h Dauer (Tage)
Wachstum 5.5–6.5 18–29 50–70 12 180
Blüte 5.5–6.5 16–27 50–70 12 90
Kratky
Phase pH EC (mS/cm) Wasser °C Luft °C Feuchte % Licht h Dauer (Tage)
Wachstum 5.5–6.5 0.4–0.8 18–24 18–29 50–70 12 180

Häufige Probleme

Faltige Blätter (zu wenig Wasser oder kaputte Wurzeln), schwarze Blattbasis (Wasser in der Krone), keine Blüte (zu warm nachts), Knospenfall (Zugluft, Temperaturschwankungen).

Platz & Größe

Endhöhe
60 cm
Endbreite
40 cm
Pflanzabstand
30 cm
Wurzeltiefe
15 cm
Min. Topfvolumen (Erde)
≥ 1 L
Min. Topfvolumen (Kratky)
≥ 1 L

Schädlinge & Krankheiten

Schädling / Krankheit Symptom Bio-Behandlung
Wollläuse weiße watteartige Beläge in Blattachseln mit Alkohol abtupfen, Neem
Schildläuse braune Höcker auf Blättern, klebrig abkratzen, Alkohol, Neem
Spinnmilben feine Gespinste, silbrige Punkte (trockene Luft) Luftfeuchte erhöhen, abduschen
Herzfäule / Kronenfäule schwarze, weiche Blattbasis nach Wasser in der Krone betroffenes Gewebe ausschneiden, Zimt, trocken halten
Wurzelfäule matschige braune Wurzeln durch Staunässe faule Wurzeln entfernen, frisch in Rinde topfen, weniger gießen

Ertragstechniken

Nach der Blüte den Trieb über dem 2.–3. Auge (Knoten) kappen — oft treibt von dort ein neuer Seitentrieb mit Blüten aus. Ist der Trieb ganz vertrocknet, an der Basis abschneiden.

Vermehrung & Bestäubung

Methode
keiki
Bestäubung
cross
Handbestäubung nötig
ja

Vermehrung über Keikis (Kindel am Blütentrieb) oder Teilung — nicht aus Samen zu Hause (braucht steriles Labor).

Geschmack

Lagerung

Geschichte

Phalaenopsis stammt aus den tropischen Regenwäldern Südostasiens und Nordaustraliens, wo sie auf Bäumen wächst. Seit dem 19. Jahrhundert gezüchtet, ist sie heute dank Massenvermehrung die meistverkaufte Orchidee der Welt.

Nährwerte

Zierpflanze — nicht essbar. Keine Pflanzenteile zum Verzehr.

Quellen

Florabase

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