Licht
Hell, aber ohne direkte Sonne — helles indirektes Licht hält die Farben kräftig.
Gießen
Den zentralen Trichter stets ~¼ mit weichem Wasser (Regen-/destilliertes Wasser) gefüllt halten und alle 1–2 Monate ausspülen. Das Substrat nur leicht feucht, nie nass. Leitungswasser mit Chlor/Fluor verursacht braune Blattspitzen.
Temperatur
Warm, 18–27 °C; nicht unter 12 °C.
Luftfeuchte
Mag hohe Luftfeuchte (60 %+) — gelegentlich übersprühen.
Sollwerte je Anzuchtart & Phase
| Phase | pH | EC (mS/cm) | Wasser °C | Luft °C | Feuchte % | Licht h | Dauer (Tage) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wachstum | 5–6 | — | — | 18–27 | 60–80 | — | 120 |
| Blüte | 5–6 | — | — | 18–27 | 60–80 | — | 150 |
| Phase | pH | EC (mS/cm) | Wasser °C | Luft °C | Feuchte % | Licht h | Dauer (Tage) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wachstum | 5.5–6.5 | 0.5–1 | 18–24 | 18–27 | 60–80 | — | 120 |
Häufige Probleme
Fäule durch nasses Substrat oder abgestandenes Trichterwasser, braune Blattspitzen durch hartes/gechlortes Wasser, Ausbleiben der Blüte bei zu jungen Pflanzen.
Platz & Größe
- Endhöhe
- 35 cm
- Endbreite
- 40 cm
- Pflanzabstand
- 30 cm
- Wurzeltiefe
- 12 cm
- Min. Topfvolumen (Erde)
- ≥ 2 L
- Min. Topfvolumen (Hydro)
- ≥ 2 L
Schädlinge & Krankheiten
| Schädling / Krankheit | Symptom | Bio-Behandlung |
|---|---|---|
| Schildläuse | braune Höckerchen an Blättern, klebriger Belag | abkratzen, mit Alkohol betupfen, abspülen |
| Woll-/Schmierläuse | weiße, watteartige Beläge in den Blattachseln | mit Alkohol betupfen, Nützlinge |
| Herz- & Wurzelfäule | weiche, faulende Blattbasis; Trichter kippt aus dem Rosettenzentrum | Substrat abtrocknen lassen, Trichterwasser regelmäßig frisch, nie im Erdreich ertränken |
Ertragstechniken
Kindel (Pups) an der Basis wachsen lassen und bei halber Muttergröße abtrennen. Blüte einer reifen Pflanze anregen: mit einem reifen Apfel in einer durchsichtigen Tüte für ~1 Woche (Ethylen) — löst die Blüte aus.
Vermehrung & Bestäubung
- Methode
- offset
- Keimtemperatur
- 20-26 °C
- Bestäubung
- self
- Handbestäubung nötig
- nein
Nach der Blüte stirbt die Mutter langsam ab und bildet 2–4 Kindel (Pups) an der Basis — bei halber Muttergröße abtrennen und einzeln topfen.
Geschichte
Guzmania lingulata stammt aus den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas, wo sie als Aufsitzerpflanze (Epiphyt) auf Bäumen wächst. Als farbenfrohe, langlebige Zimmerpflanze ist sie heute weltweit im Handel.
Quellen
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